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Krankheit Behaarung

Zahlt die Krankenkasse die dauerhafte Haarentfernung?

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Wie das Wochenblatt.de berichtet, wird diese Frage gerade vor dem Sozialgericht München verhandelt. Auf der einen Seite Michael B., ein 52-jähriger Betriebsleiter aus dem oberbayerischen Landkreis Altötting. Er leidet seit seiner Jugend unter einer starken Rückenbehaarung. Dass diese bei ihm genetisch in der Familie veranlagt scheint, tröstet wenig, schränkt sie ihn in seiner Lebensqualität doch ein, speziell „der ständige Juckreiz“.

Mehr als nur ein ästhetischer Mangel

Besonders jetzt in den anstehenden Sommermonaten tritt der Juckreiz beruflich bedingt verstärkt auf, kommt er als Betriebsleiter eines holztechnischen Betriebs doch auf viele Kilometer im Auto. Dies kann zu Entzündungen und Hautirritationen führen. Seine Ärztin attestiert ihm nicht nur die Hypertrichose, wie übermäßig dichte und lange Behaarung in Fachkreisen genannt wird, sondern auch die damit einhergehenden psychischen Beeinträchtigungen. Von seiner Ärztin wurde Michael auf die dauerhafte Haarentfernung mittels Laser hingewiesen.

Da er bisher schon so gut wie alle (schmerzhaften) Möglichkeiten der Haarentfernung wie Rasieren, Epilieren und Wachsen erfolglos versucht hat, reichte er die Kostenübernahme der Behandlung bei der AOK Bayern ein. Kostenpunkt für die komplette Behandlung sind rund 5.000 Euro.

Antrag abgelehnt – es geht vor Gericht

Die AOK Bayern gab den Antrag an den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) weiter, welcher im August letzten Jahres entschied, dass in diesem Fall keine Krankheit im Sinne des Sozialgesetzbuches vorliegt. Michael B. erstattete Widerspruch gegen diesen Bescheid, welchen die AOK wiederum als unbegründet ablehnt.

Damit gab sich Michael aber noch nicht geschlagen und klagte vor erwähntem Sozialgericht München. „Es mag zutreffen, dass die Behandlung üblicherweise keine kassenärztliche Vertragsleistung darstellt. Jedoch ist die Erkrankung beim Kläger besonders ausgeprägt und führt zu extremsten Beeinträchtigungen“, so führte Rechtsanwalt Harald Hafeneder von der Burghauser Inn-Salzach-Kanzlei in seiner Klagebegründung am 10. November 2017 aus.

Keine Einigung in Sicht

Das Sozialgericht München schlug daraufhin im Februar diesen Jahres vor, dass sich beide Parteien in einem Güterichterverfahren (ein alternatives Verfahren der Streitbeilegung, das es den Parteien unter Anwendung bestimmter Techniken ermöglicht, selbst eine Lösung für ihren Streit zu finden) einigen. Doch da spielte die AOK Bayern nicht mit, ist sie doch immer noch der Ansicht, dass es sich um keine Erkrankung im Sinne des Sozialgesetzbuches handelt und damit keine Leistungsverpflichtung sieht.

Das Gerichtsverfahren zieht sich deshalb Anfang Juni 2018 immer noch hin, gilt es zu klären, ob Michael B. tatsächlich nach dem Sozialgesetzbuch einen Anspruch auf Kostenübernahme durch die Krankenkasse hat. Inzwischen ist er sogar bereit, einen Teil der Kosten selbst zu tragen. Nämlich den Anteil, der über die normalerweise bezahlte Elektroenthaarungsmethode hinausgeht.

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Quelle:

Wochenblatt.de

PNP.de

Koenig-Online.de

Justiz Bayern

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