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Venen

Den Krampfadern den Kampf ansagen!

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Sichtbare Venen sind für viele Frauen ein Makel, den sie gerne beheben würden, am besten ohne großen Aufwand selbst. Viele machen sich hierzu zuerst bei Google schlau. Dort finden sich dutzende Tipps zur Selbstbehandlung, angefangen von Ingwer-Tee, über Massagen, hin zu speziellen Übungen. Doch lässt sich damit tatsächlich etwas erreichen? Nein, sichtbare Venen lassen sich nicht selbst zuhause erfolgreich behandeln.

Zwei Arten von sichtbaren Venen

Sichtbare Venen treten hauptsächlich an den Beinen auf und die Veranlagung dazu wird vererbt, kann aber auch auf ein Problem hindeutend. Sichtbare Venen sind aber nicht alle gleich. Es gibt zwei Typen davon: Besenreiser und Krampfadern.

Besenreiser sind die häufigste Form von sichtbaren Venen. Besenreiser sind laut Wikipedia „kleine modifizierte, direkt in der Oberhaut liegende, sichtbare netz- oder fächerförmige Venen“, die keine Krankheit im medizinischen Sinn sind. Mit zunehmendem Alter steigt auch die Wahrscheinlichkeit, Besenreiser zu bekommen. Ihren Namen erhielten sie auf Grund ihrer Ähnlichkeit zum Reisig, welcher für Kehrbesen verwendet wird. Im englischen werden sie dagegen „spider veins“ genannt. Ganz nach den Spinnenfüßen, denen sie ebenso ähneln.

Besenreiser sind eine spezielle Unterform der Krampfadern. Als Krampfadern werden größere, oberflächlichen Venen bezeichnet. Häufig haben Menschen mit Krampfadern auch Besenreiser. Menschen mit Besenreisern haben aber nicht zwangsläufig auch Probleme mit Krampfadern. Die zugehörige Krankheit bei Krampfadern heißt Varikose und der Begriff stammt von „krümmen“ ab.

Anatomie für Beginner

Wie entstehen nun sichtbare Venen? Während Arterien das Blut vom Herzen zu unseren Extremitäten (Arme, Beine, Kopf) transportieren, fließt es danach durch die Venen wieder zurück zum Herzen. In diesem System gibt es Klappen, die dafür sorgen, dass das Blut nicht wieder in unsere unteren Körperregionen zurückfällt. Denn wenn das Blut statt in Richtung Herzen wieder in die Extremitäten fließt, kann es sich in den Venen der Beine (die sind am weitesten unten) aufstauen und dadurch Besenreiser und Krampfadern verursachen. Knapp 60% der Menschen mit Besenreisern haben eine Erkrankung des tieferliegenden Venensystems und bei Krampfadern ist es sogar so gut wie jeder.

Woher kommen die Probleme mit den Venen?

Kann ich etwas gegen sichtbare Venen unternehmen? Die schlechte Nachricht zuerst – wenn eure Eltern euch diese vererbt haben, könnt ihr nichts dagegen unternehmen. Die gute Nachricht, es gibt auch viele weitere Ursachen, wie zum Beispiel einen Arbeitsplatz, bei dem ihr den ganzen Tag sitzt oder auch viel Zeit auf den Beinen verbringt, Übergewicht oder Schwangerschaft. Gehen wir auf diese vier Ursachen etwas genauer ein, damit ihr versteht, was ihr beeinflussen könnt.

Wenn ihr den ganzen Tag nur sitzt, entstehen sichtbare Venen auf Grund eines Mangels an Muskeltätigkeit. Bewegt euch einfach öfters mal für ein paar Minuten, so dass die Muskeln in Bewegung sind und die Venen unterstützen, das Blut in Richtung Herzen zu bewegen. Steht ihr den ganzen Tag viel auf der Stelle, so tritt das gleiche Problem auf. Das Blut wird in Richtung eurer Füße gezogen und erhöht damit den Druck auf die Venen in diesen Bereichen, welche sich weiten und mit der Zeit dadurch schwächer werden. Auch hier hilft etwas Bewegung, damit eure Muskeln die Venen unterstützen.

Übergewicht geht im Normalfall mit einem erhöhten Fettanteil einher. Wenn das Blut nun von euren Füßen zurück zum Herz fließt, passiert es den Bauchraum. Dort ist auf Grund des erhöhten Fettanteils der Druck im Bauchraum ebenfalls erhöht. Dieser wirkt als Hindernis für den Blutfluss. Dadurch erhöht sich der Druck in den Venen bis zurück zu den kleinsten Venen an den Beinen nahe der Hautoberfläche.

Auch eine Schwangerschaft kann sichtbare Venen fördern. Hier gilt grundsätzlich das gleiche Prinzip wie bei Übergewicht. Ein erhöhter Druck im Bauchraum quetscht die Venen und erhöht damit den Druck in diesen. Außerdem sind Frauen in der Schwangerschaft einem erhöhten Level an Estrogen und Progesteron ausgesetzt. Hier wird angenommen, dass diese beiden nicht nur die Haut, sondern auch die Venen flexibler und damit dehnbarer werden lassen. Dieses Phänomen ist aber natürlich auf die Zeit der Schwangerschaft begrenzt, so dass die Venen normalerweise nach der Schwangerschaft wieder in den Ursprungszustand zurückgehen.

Behandeln – aber wie?

Wie ein eingangs schon beschrieben, so lassen sich sichtbare Venen leider nicht selbst behandeln. Weder durch Cremes, noch durch Massagen oder sonstige Wundermittel. Es bleibt euch also der Weg zu einem Spezialisten nicht erspart.

Die Hauptmöglichkeit, Besenreiser und Krampfadern zu behandeln, ist, die Venen zu verschließen, so dass der Blutfluss durch diese stoppt. Dies betrifft nur die oberflächlichen Venen, so dass der Blutfluss weiterhin gewährleistet ist. Diesen übernehmen gesunde Venen in den tieferen Hautschichten.

Die Verschließung der Venen geschieht heutzutage meistens per Laserbehandlung. Dabei wird mit einem Laser oder einer Blitzlichtlampe ein kurzer, energiereicher Lichtimpuls auf die betreffende Stelle abgegeben. Dieser tritt durch die Haut auf die entsprechende Vene und gibt dort seine Energie ab. Diese wird damit verödet und führt somit kein Blut mehr.

Gibt es Risiken?

Wichtig ist hierbei, die Behandlung von einem Experten durchführen zu lassen. Wir bei InkLess nehmen das Thema sehr ernst und haben nicht nur ein ausführliches und kostenloses Beratungsgespräch mit euch vor der Behandlung, sondern verlangen auch ein ärztliches Attest. Wenn wir eure Besenreiser behandeln, wollen wir sichergehen, dass es sich tatsächlich nur um ein kosmetisches „Problem“ handelt und keine ernsthaften medizinischen Probleme bei euren Venen vorliegen. Hierzu empfehlen wir euch gerne einen Dermatologen und Venen-Spezialisten. Fragt einfach beim Vorgespräch danach. Hat der Arzt euch bestätigt, dass alles in Ordnung ist, so bringt das Schreiben mit zu uns zur Behandlung.

Wie läuft die Behandlung ab?

Die Behandlung an sich ist innerhalb von wenigen Minuten vorüber und für gewöhnlich auch nicht sehr schmerzhaft. In den meisten Fällen reicht eine Behandlung aus, manchmal sind jedoch zwei oder drei Behandlungen nötig. Dies lässt sich leider im Voraus nicht seriös vorhersagen. Außerdem besteht immer ein Restrisiko, dass es zu Pigmentierung kommt. Diese kann für ein paar Monate bestehen bleiben – dessen sollte man sich bewusst sein, da man womöglich Besenreiser gegen eine Pigmentierung für eine gewisse Zeit nur eintauscht. Außerdem sollte man sich immer bewusstmachen, dass Besenreiser und Krampfadern an anderen Stellen nahe der behandelten zurückkommen können.

Dagegen hilft dann vor allem Bewegung und – ihr werdet es nicht gerne hören – Kompressionsstrümpfe, die den Blutfluss unterstützen. Verhindern lassen sie sich damit zwar nicht, aber immerhin verlangsamen.

Ihr habt noch Fragen oder seid nun an einer Behandlung interessiert? Dann schaut bei uns vorbei. Macht einfach online oder telefonisch einen kostenlosen Beratungstermin aus. Wir freuen uns auf euren Besuch.

 

Quellen:

Self.com

Wikipedia.org

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