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Laser-Tattooentfernung – die einzige Option?

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Ob vor vielen Jahren gestochen oder erst kürzlich, es gibt viele Gründe, die einen dazu bewegen, sich nach Möglichkeiten umzuschauen, wie man Tattoos wieder loswerden kann. Eigentlich sind Tattoos für die Ewigkeit gemacht, was die Entfernung nicht einfach macht und je nach Methode auch erhebliche gesundheitliche Gefahren birgt.

Laser ist der Standard

Sucht man nun im Internet nach Tattooentfernung, so stößt man sehr wahrscheinlich zu allererst auf die Tattooentfernung durch gepulstes, intensives Licht, auch Laser genannt. Hierbei wird ein auf die Farbe abgestimmter Lichtimpuls in die Haut „geschossen“. Dort trifft dieser auf die Farbpigmente des Tattoos und zertrümmert diese in kleinere Teile. Diese können dann vom Lymphsystem nach und nach abtransportiert werden. Das Tattoo verliert langsam seine Farbe, während die Farbpartikel teils über Niere und Darm ausgeschieden werden, teils sich in den Lymphknoten ansammeln.
Wie ihr in einem unserer letzten Artikel lesen konntet (Tattoofarbe und ihre gesundheitlichen Risiken), ist dies leider abhängig von den bei euch benutzten Farben und deren Zusammensetzung auch nicht 100%ig risikolos. Da es bis vor kurzem keine Regelung dazu gab, was in Tattoofarben stecken darf, können unter Umständen in manchen Fällen giftige Spaltprodukte entstehen. Bei großflächigen Tattoos weißen wir deshalb auf diese Gefahr hin, da hier die Konzentrationen gegebenenfalls höhere Werte annehmen können. Dies ist aber nur bei manchen Farben der Fall, hängt dann auch von der Farbzusammensetzung ab und ist nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft auch nur bei sehr großen Tattoos eine mögliche Gefahr.

Schleifen, Milchsäure, Schneiden

Ihr fragt euch nun sicherlich, welche weiteren Möglichkeiten es gibt? Gibt es Optionen, bei denen keine Gefahr besteht? Es gibt in der Tat einige weitere Behandlungsmöglichkeiten, von denen aber nicht ohne Grund keine heutzutage wirklich angewendet wird.

Dermabrasion

In Zeiten, als der medizinische Laser noch in den Kinderschuhen steckte, da wurden Tattoos meistens mechanisch abgeschliffen, zum Beispiel mit einem Sandstrahlgerät. Wie ihr euch vorstellen könnt, ist diese Methode sehr schmerzhaft, da je nachdem, wie tief das Tattoo gestochen wurde, die Haut ein ganzes Stück weit abgetragen werden muss. Es ist fast sicher, dass hierbei Narben entstehen werden und außerdem besteht das Risiko, dass sich die teils großflächige Wunde entzündet. Hieran ändert sich übrigens auch nichts, wenn man die Haut durch chemische Stoffe abträgt statt sie mechanisch abzuschleifen.

Milchsäure

Eine weiter Methode ist, sich Milchsäure unter die Haut spritzen zu lassen. Klingt nicht weniger martialisch und soll dazu dienen, dass die Farbpigmente abgestoßen werden. Auf diese Methode brauchen wir gar nicht weiter eingehen, denn das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät von dieser Methode nicht ohne Grund ab.

Diathermie

Unter der Diathermie versteht man die Behandlung mit hochfrequentem Strom. Im Falle der Tattooentfernung wird nach lokaler Betäubung mit Hilfe einer hochfrequenten Mikrowellentherapie der Bereich der Tätowierung erhitzt, die Farbe und das umliegende Gewebe verbrennen und werden im Anschluss in einem langen Heilprozess durch die Bildung neuer Hautschichten nach außen abgestoßen. Der damit einhergehende Wundheilungsprozess dauert durch die Verbrennungen lange und ist oft mit Narbenbildung verbunden.

Ausschneiden

Last but not least, man kann die entsprechende Haut an der Stelle der Tätowierung natürlich auch einfach ausschneiden. An Stelle des Tattoos hat man dann dafür eine Narbe an dieser Stelle und ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass sich diese Methode für große Tattoos gar nicht eignet.

Fazit – Laser nicht umsonst Standard

Was ist also das Fazit? Es gibt viele Möglichkeiten, sein Tattoo wieder loszuwerden. Keine dieser Möglichkeiten ist komplett ohne Risiko. Die Entfernung durch einen Laser ist aber nicht umsonst momentan der Standard bei der Tattooentfernung. Hierbei ist das Risiko, Narben zu behalten, am geringsten. Und wenn ihr euch euer Tattoo bei einem seriösen Tätowierer habt stechen lassen, dann solltet ihr euch auch keine Sorgen um giftige Zerfallsprodukte machen müssen.

Ihr seid euch noch unsicher? Verständlich, aber dafür haben wir unser kostenloses Beratungsgespräch. Bucht es einfach online auf unserer Termin-Seite und wir nehmen uns die Zeit, um auf alle eure Fragen und Sorgen einzugehen. Gleichzeitig werfen wir auch einen Blick auf euer Tattoo und informieren euch unverbindlich, wie eine Entfernung funktioniert.

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