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Tattoofarbe und ihre gesundheitlichen Risiken

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Tattoos sind im Trend und mit steigender Anzahl kommt auch immer öfter das Thema Gefahren ins Spiel. Viele machen sich keine Gedanken über mögliche Gefahren, die durch Tattoos ausgehen können. In erster Linie wird hierbei an Infektionen, allergische Reaktionen oder Krankheiten gedacht. Ein Teil dieser Risiken lässt sich durch die Wahl eines guten Tätowierers verringern. Hierbei ist vor allem eine ordnungsgemäße Hygiene wichtig.

Das Risiko unter der Haut

Woran allerdings viele nicht denken, ist die Tattoofarbe. Wir hatten vor einigen Monaten schon einmal auf die Gefahren von krebserregender Tattoofarbe hingewiesen (siehe hier). Gute Tätowierer sollten euch ungefragt mitteilen, was in ihren Farben für Stoffe stecken. Denn eine kürzlich veröffentlichte Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) und der European Synchrotron Radiation Facility (ESRF) deutet darauf hin, dass die Farbpigmente von Tattoos mit der Zeit in die Lymphknoten gelangen können.

Untersuchung auf giftige Elemente

In der Studie wurden Proben der Lymphknoten und der Haut von insgesamt sechs verstorbenen Spendern untersucht. Zwei der Spender hatten nie Tattoos, die anderen vier hatten Tattoos mit orangener, roter, grüner oder schwarzer Farbe. Die Proben wurden auf verschiedene chemische Elemente wie Nickel, Chrom, Mangan, Eisen, Kupfer, Quecksilber, Cadmium, Titan und Cobalt mit verschiedenen Methoden getestet.

Farbpigmente wandern vom Tattoo in die Lymphknoten

Die Untersuchung zeigte bei allen tätowierten Spendern Nanopartikel in den Lymphknoten, welche mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit aus der tätowierten Haut in die Lymphknoten gelangt sind. Neu an dieser Studie ist, dass dies erstmals wissenschaftlich an menschlichem Gewebe nachgewiesen werden konnte. Unter den Partikeln in den Lymphknoten wurden auch einige giftige Elemente wie Chrom und Nickel nachgewiesen, welche aus den Tattoopigmenten stammen. Die Autoren merken aber auch an, dass einige der in den Lymphknoten gefundenen Elemente nicht in der Tattoofarbe gefunden wurden und somit von einer anderen Quelle stammen.

Wie schütze ich mich?

Ihr habt schon ein Tattoo? Dann habt ihr hoffentlich einen guten Tätowierer gehabt, der weiß, woher seine Farben stammen und was in ihnen steckt. Ihr spielt noch mit dem Gedanken, euch ein Tattoo stechen zu lassen? Auch ohne die genannten Gefahren gilt es, sich diese Entscheidung gut zu überlegen. Nehmt euch Zeit bei der Wahl des Tätowierers. Dieser sollte euch über alle genannten Gefahren aufklären und euch Auskunft über seine Tattoofarben geben können.

Ausblick auf weitere Forschung

Während die Studie nun erstmals einen direkten Nachweis am menschlichen Gewebe über den Transport von Tattoopigmenten in die Lymphknoten geliefert hat, so ist weiter Forschung notwendig. Einerseits müssen weitere Studien diese Ergebnisse bestätigen, andererseits gilt es weitere Untersuchungen über die mögliche Verteilung von Farbpigmenten im gesamten Körper, speziell den inneren Organen, sowie deren Wirkung durchzuführen.

Ihr habt Fragen?

Ihr habt nun Fragen oder seid euer altes Tattoo leid und wollt es entfernen lassen? Gerne könnt ihr bei uns zu einem kostenlosen Beratungstermin zur Tattooentfernung vorbeischauen. Bucht diesen einfach online bei uns. Wir beraten euch kompetent und beantworten euch gerne alle eure Fragen.

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