DE EN
Tattooentfernung in Berlin - INKLESS Blog

Tattoos als giftiger Körperschmuck – Die Gefahren in der Farbe

No comments

Giftige und sogar krebserregende Metalle schlucken – das würde wohl niemand von euch freiwillig und wissentlich machen. Oder doch? Wisst ihr denn, aus was sich eure Tattoofarbe zusammen setzt?

Wie der Stern vor kurzem berichtete, ist vielen wohl unbekannt, was sie sich unter die Haut haben injizieren lassen. Oder würden Sie sich sonst leichtfertig giftige Stoffe wie Quecksilber (rot), Kadmium (gelb), Kobalt (blau), Chromoxid (grün) oder sogar krebserregende Azofarbstoffe (bunt schimmernd) Ihrem Körper zugeführt?

Bis Ende 2008 gab es tatsächlich keine Verordnungen zu den Inhaltsstoffen von Tätowierfarben. Seit dem gibt es in Deutschland als einem der wenigen Länder weltweit mit der Tätowiermittelverordnung wenigstens eine sogenannte Negativliste, in der geregelt ist, was nicht in den Farben vorkommen darf. Damit werden Farbstoffe von der Verwendung ausgeschlossen, bei denen an einer gesundheitlichen Unbedenklichkeit Zweifel bestehen. Auch müssen alle Inhaltsstoffe nach der Kennzeichnungsvorschrift angegeben werden.

Dies sorgt nicht nur beim Verbraucher für mehr Sicherheit, sondern erleichtert auch die Entfernung eines Tattoos mittels Laserbehandlung (beziehungsweise Vorbereitung auf eine Cover-Up Behandlung, solltet ihr Lust auf etwas neues haben). Denn jedes Farbpigment reagiert anders, wenn es durch den Laserpuls getroffen wird und in seltenen Fällen kann es sogar zu einem Farbumschlag kommen. Beides ist vor einer Entfernung nicht vorhersehbar und ein guter Tattooentferner weisst hierauf in jedem Fall auch hin.

Doch auch mit der Negativliste sollte sich der Verbraucher nicht in vollkommener Sicherheit wiegen. Wie die Stiftung Warentest 2014 festgestellt hat, enthalten trotzdem noch einige der von deutschsprachigen Anbietern vertriebenen Farben polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, wovon einige wiederum als krebserregend im Verdacht sind. Ein weiteres Risiko besteht durch Substanzen, die Allergien auslösen, oder sogar krank machen können. Diese Ergebnisse lassen die Rufe nach einer Positivliste lauter werden, in welcher explizit aufgelistet ist, welche Substanzen unter die Haut dürfen.

Die Entscheidung für ein Tattoo sollte also nicht spontan getroffen werden, sondern wohl überlegt sein. Ein professioneller Tätowierer sollte zu den verwendeten Farben und deren Inhaltsstoffe bereitwillig Auskunft geben und euch aktiv auf die beschriebenen Risiken hinweisen.

Comments are closed.